20.05.2019

SPD Eppelheim


Wie finden Sie die neue Streckenführung der Linie 22?
Haltestellenbefragung der SPD: An drei Tagen wurden 200 ÖPNV-Nutzer befragt

Wie oft nutzen Sie den ÖPNV im Durchschnitt? Welches Fahrtziel haben Sie in der Regel? Wie finden Sie die neue Streckenführung der Linie 22? Was müsste Ihrer Meinung nach verbessert werden? Diese vier Fragen stellte die SPD Eppelheim den Nutzern der Linie 22 bei ihrer Befragung zur Zufriedenheit mit der neuen Streckenführung. Sinn und Zweck der Umfrage war es, Fakten zu schaffen und sich ein genaueres Bild der Bedürfnisse der Fahrgäste zu machen. „Unser Ziel ist es, miteinander statt übereinander zu reden. Wir wollen gemeinsam mit Heidelberg, der RNV und dem DGB eine Lösung für die vorherrschenden Probleme finden und in einen Dialog treten“, gaben die Eppelheimer Sozialdemokraten zu verstehen. An drei aufeinanderfolgenden Tagen wurden morgens, mittags und abends an allen Eppelheimer Straßenbahnhaltestellen Fahrgäste befragt. Rund drei Stunden waren die Interviewer der SPD täglich an den Haltestellen unterwegs. Erste Ergebnisse wurden nach Auswertung der Befragung vom SPD Vorsitzenden Jürgen Geschwill im Beisein von Gewerkschaftssekretärin Maren Diebel-Ebers vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) der interessierten Bevölkerung an der Endhaltestelle Kirchheimer Straße präsentiert. Erfreulich war bei der Befragungsaktion die Zahl von gut 200 Teilnehmern. „Die Leute fanden es schon mal grundsätzlich gut, dass sie befragt wurden“, wusste Fahrgastinterviewer Bernd Hönig zu berichten. Er hatte in den drei Tagen rund 100 Fahrgäste befragt. Interessant war dann die Beurteilung der derzeitigen Situation. 84 Prozent der Befragten nutzen die Linie 22 fast täglich und 80 Prozent, um damit zur Arbeit zu gelangen. 77 Prozent der Befragten bewerteten die neue Streckenführung mit gut oder sehr gut. 23 Prozent setzten ihr Kreuz bei „eher schlecht“ bis „sehr schlecht“. Das Fahrtziel letztgenannter Personen war mehrheitlich das Neuenheimer Feld. Den meisten Befragten war es wichtig, dass die angegebenen Fahrtzeiten der Linie 22 eingehalten werden. Die am häufigsten an die RNV gerichteten Wünsche waren „stabile Fahrtzeiten“ und „reibungslose Verbindungen“. Zu den Verbesserungsvorschlägen zur schnelleren Erreichbarkeit des Neuenheimer Feldes gehörten der Einsatz eines „Expressbusses“ und eine „intelligente Ampelschaltung“ für die Straßenbahnen auf ihrer gesamten Strecke. Die Ergebnisse der Nutzerbefragung sind Basis der im Juni geplanten Veranstaltung „SPD im Dialog mit RNV und Bevölkerung“, an der auch Maren Diebel-Ebers teilnehmen wird. Die Gewerkschaftssekretärin kümmert sich seitens des DGB um die aktuelle Verkehrs- und ÖPNV-Problematik in Heidelberg und setzt sich für die Belange der Beschäftigten im Neuenheimer Feld und für die ÖPNV-Nutzer mit diesem Fahrtziel ein. „Es muss noch an vielen Stellschrauben gedreht werden, um eine Verbesserung der jetzigen Situation zu erreichen“, gab die Gewerkschaftssekretärin zu verstehen. Sie machte aber auch deutlich, dass zunächst noch der im September geplante Abschluss aller den ÖPNV tangierenden Baustellen in Heidelberg und die Neugestaltung des Hauptbahnhofs Süd abgewartet werden müsse. Erst dann zeige sich für die RNV, wo konkret nachjustiert werden muss. (sg)